Kornhaus Konzert | 23.06.2026
- Lotti Kobel

- vor 2 Tagen
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Schon um fünf Uhr nachmittags herrschte westlich vom Kornhaus in Rorschach emsiges Treiben. Unter der Leitung von Simon Roettig bauten verschiedene Mitglieder der StaMuRo und einzelne Angehörige eben dieser StaMuRos Tische und Festbänke auf und deckten die Tische.
An dieser Stelle möchte ich Simon ganz herzlich für sein Engagement, seinen Einsatz danken. Du bist ein echter Musikfreak, was wir alle sehr zu schätzen wissen.
Allerdings versuchte dann der Abwind der westlich vorbeiziehenden Gewitter die bespannten Tische wieder von ihren Decken zu befreien. Aber wozu gibt es kräftige Kleber, die überall kleben – an den Fingern, Händen, Armen, in den Haaren….
Dennoch wussten wir die kühle Brise zu schätzen, denn wir waren schon wieder am Schwitzen.
Nachdem alles für die Gäste unseres Konzertes bereit war, gönnten wir uns etwas zu trinken und eine feine Bratwurst.
Doch die Pause wärte nicht lange, tauchte doch ziemlich zügig der Lieferwagen mit unserem Equipment auf, das nun ausgeladen und platziert werden musste – wie immer. Doch diesmal musste der Wagen nochmals ins Probelokal zurückkehren, um Stühle zu holen. Von der Einrichtung her ist das Kornhauskonzert schon etwas aufwendig. Aber da in der Regel alle mit anpacken, was sich ja auch gehört, ist das gut machbar.
Schon bald erschienen auch die ersten Mitglieder des Akkordeon Orchesters Rorschach -Heiden auf dem Platz. Interessant ist, dass man immer wieder auf Bekannte in unterschiedlichen Musikformationen trifft, die man jahrelang nicht gesehen hat und so ziemlich viele Neuigkeiten austauschen kann.
Pünktlich um 19 Uhr eröffnete die Dirigentin, Cornelia Weiler, das Konzert mit ihrem Orchester. Vorgängig hatte ich mir vorgestellt, dass wir jetzt Volksmusik zu hören bekämen, was mich nicht wirklich begeistert hätte. Aber weit gefehlt, dieses Orchester präsentierte ein vielfältiges, abwechslungsreiches Programm, das einen stellenweise wirklich zum Träumen brachte. Jetzt wäre ein bequemer Liegestuhl, mit Blick auf den See und diesen zauberhaften Klängen im Ohr das non plus ultra gewesen. Aber wir hatten ja die Festbänke…
Liebe Akkordionistinnen und Akkordionisten, ganz herzlichen Dank für eure stimmungsvolle Musik mit der ihr alle Zuhörenden verzaubert habt.
Nach diesem klangvollen 1.Teil waren dann wir an der Reihe. Aufgrund der Erfahrungen vom Open-Air wurde das Tenue für diesen Abend angepasst – Shirt und kurze oder lange Hosen. Es musste einfach eine bequeme, luftige Bekleidung sein. Aber auch das hat nicht viel genutzt – wir schwitzten trotzdem.
Doch dann gab uns Guido das Startzeichen. Wofür wohl? Richtig geraten! Mit unserm Einstiegstraditionsstück «let me entertain you» eröffneten wir den bunten Reigen unterschiedlichster Melodien. Wie immer übernahm Guido gekonnt die Moderation und informierte die Zuhörenden über die Musikstücke, die sie zu hören bekamen.
An diesem Abend war das Musizieren etwas einfacher als 3 Tage zuvor am Open-Air in Mörschwil. Die Finger rutschten nicht mehr dauernd von den Klappen und die Schweissproduktion war auch nicht mehr so intensiv – also bei mir wenigstens.
Mit Schwung führte uns Guido durch unser Programm, das geprägt war von melodiöser Unterhaltungsmusik bis hin zu schmissigen Märschen. Und wie immer – mit der Fischerin vom Bodensee, die in den Sonnenuntergang ruderte.
Übrigens hatte ich an diesem Abend das Vergnügen, neben dem Euphonium zu spielen. An diesen warmen und vollen nachbarlichen Klang könnte ich mich auch gewöhnen. Mal sehen, neben welchem Instrument ich beim nächsten Konzert spielen darf.
Viel zu schnell langten wir bei unserm letzten Stück an und hatten dann noch das Vergnügen mit dem Stück «Tage wie diese» eine Zugabe zu präsentieren. Natürlich sind Tage wie diese schon auch schön, man müsste einfach genügend Schatten und eine kühle Brise dazu haben.
Nach dem Konzert bewegten sich die Temperaturen in den angenehmeren Bereich, was viel Gäste noch verweilen liess.
So nutzten auch wir die Gelegenheit, unsern Durst zu stillen, zusammenzusitzen und mit spannenden, heiteren Gesprächen, die Zeit verstreichen zu lassen. Doch dann begannen wir mit dem Ab- und Aufräumen, musste doch die grosse Mehrheit am folgenden Tag wieder zur Arbeit erscheinen.
Auch an diesem Abend erhielt ich manch positive und begeisterte Rückmeldung zu unserm Konzert und vor allem auch zu unserm nimmermüden Dirigenten.
Ein Kommentar war: «I hoffe, dass i, wänn i dänn mol i sim Alter bi, mich au immer no so aktiv und agil cha bewege.» Du siehst Guido, du bist nicht nur für uns ein Vorbild, sondern auch für Nicht-Vereinsmitglieder. Herzlichen Dank für deine unermüdliche Arbeit.
Zum Schluss möchte ich auch im Namen aller unsern stillen Helferinnen und Helfern im Hintergrund danken.
Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Maude und Andy – unsern Fähnrich -, die beiden den ganzen Abend den Getränkestand bedient haben und dafür sorgten, dass niemand verdurstete.
Einen ebenso herzlichen Dank möchten wir Judith und Werner aussprechen, die den ganzen Abend hinter dem Grill standen und für uns aller leibliches Wohl sorgten.
Und nun ist also auch dieses Kornhauskonzert bereits wieder Geschichte.
Falls das Wetter nächsten Dienstag, den 30. Juni mitspielt, geht unsere Sommerkonzertgeschichte beim Zeltwerk weiter. Wir würden uns natürlich freuen, wenn wir Sie wieder mit unserer vielfältigen Musik erfreuen und unterhalten dürften.
Schauen wir mal, was das Wetter macht…. wir wären bereit.























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