Bundesfeier | 31. Juli 2026
- Lotti Kobel

- vor 1 Tag
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Wie jedes Jahr feierten die Gemeinden Goldach, Rorschach und Rorschacherberg gemeinsam die Bundesfeier. In diesem Jahr waren wir von Stadtmusik an der Reihe, die Feier zu eröffnen und zu begleiten.
Da wir die letzten Wochen im Probeferien-Modus weilten, trafen wir uns natürlich vor dem eigentlichen Event zu einer Probe. Solche Anlässe während der Ferienzeit sind Besetzungstechnisch gar nicht ohne. Aber erstaunlicherweise waren doch 2/3 aller Mitglieder anwesend und unser Dirigent, Guido Schwalt, schien mit dem vorhandenen Tonbild recht zufrieden zu sein. Nur bei den Posaunen war eine einzige Bläserin anwesend. Aber Melanie hat sehr überzeugend die Stellung gehalten und ihre Kolleginnen und Kollegen kompetent vertreten.
Nachdem alle vorgesehenen Melodien, inklusiv der Landeshymne, geprobt und spezielle Stellen wiederholt worden waren, machten wir uns auf zum Festplatz auf der Arionwiese.
Auf der Bühne hatten wir dann so ein Déjà-vue Erlebnis. Es wurde extrem eng, wie schon in anderen Jahren. Irgendwie hatte ich dies Enge ausgeblendet. Aber wir wären ja nicht die StaMuRos, wenn wir uns nicht arrangieren könnten. Für mich war es recht interessant, direkt neben der Pauke zu sitzen, bekam ich doch so die Vibrationen, welche die einzelnen Schläge verursachten, umgehend mit. Aber nicht nur ich musste mich an ein eher ungewohnte Klangumgebung gewöhnen. Aber wir sind ja alle extrem flexibel.
Nach einer kurzen Wartezeit durften wir den Bundesrat, Herrn Martin Pfister, mit «Make Way for Melodie» begrüssen. Nach der Begrüssung durch den Stadtpräsidenten, Röbi Raths, und der Präsentation unserer geplanten Melodien, war dann Herr Pfister an der Reihe.
Wir konnten uns gemächlich zurücklehnen und ein wenig Mitgefühl für Herrn Pfister entwickeln, der in Anzug und Krawatte am Rednerpult stand – wir schwitzten sogar in unserm leichten Tenue. Sauna auf der höchsten Stufe erlebte wohl die Bundesweibelin.
Die Quintessenz der Rede von Herrn Pfister war, einfach formuliert, dass er die Schweiz mit einem Verein verglich. Dieser Vergleich scheint mir gar nicht ohne. Muss man doch in einem Verein zusammenarbeiten, um das gesetzte Ziel zu erreichen. Auch wenn man zu Beginn eines Projekts vielleicht unterschiedlicher Meinung ist, gilt es, die Diskussion zu suchen und Kopromisse zu finden. Was einen Verein auszeichnet ist auch, dass gegenseitige Unterstützung und Hilfe selbstverständlich ist und man sich auf seine Gspänli wirklich verlassen kann. Das alles sind Eigenschaften, die ich in der Stadtmusik wirklich erlebe.
Seine Vorstellungen hat Herr Pfister mit wenigen, aber eindrücklichen Beispielen veranschaulicht. Der Applaus, der seiner Rede folgte, schien bei den Anwesenden die ähnlichen Überlegungen wie bei mir geweckt zu haben.
Nach den Abschlussworten durch Röbi Raths, in denen er Herrn Pfister ein Geschenk versprach, schlossen wir die Feier mit der Präsentation weiterer Melodien ab. Wobei die «Fischerin vom Bodensee» nicht fehlen durfte. So langsam wird dieses Stück zu unserm Markenzeichen.
Danach hiess es, zusammenräumen, wieder alles ins Probelokal schleppen und versorgen.
Im Anschluss genossen wir alle einen Imbiss, die einen inmitten des Publikums oder auf dem Mäuerchen am See. Allerdings mussten wir nicht auf das Feuerwerk warten, das aus Solidarität mit den übrigen Gemeinden abgesagt worden war. Für diese Haltung erhielt der Stadtpräsident reichlich Applaus.
Nun werden die Proben übernächste Woche wieder aufgenommen und wir haben kurz Zeit uns auf das Pavillonkonzert vom 16.August (11-13 Uhr) vorzubereiten.
Falls Sie Zeit und Lust haben, geniessen Sie mit uns zusammen diesen letzten Anlass im Pavillon am See. Wir würden uns freuen, wenn wir Sie mit unserm vielfältigen Programm unterhalten dürften.













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