• Redaktion Stamuro

Stamuro – Wanderwochenende 21./22. September 2019

Aktualisiert: 24. Sept 2019

Früh am Samstagmorgen versammelten sich an einzelnen Stellen kleinere Gruppen von Stadtmusikantinnen und – musikanten, um das gemeinsame Ziel, Scheidegg im Allgäu, anzusteuern. Nach einer geruhsamen Fahrt durch die Schluchten des Bregenzerwaldes liessen wir uns, nach der Ankunft im Hotel Edita, bei einem Kaffee, von Andy das Tagesprogramm erläutern.




Es sollte eine leichte Wanderung von 12 – 15 km mit geringen Höhenunterschieden und verschiedenen Verpflegungsmöglichkeiten werden. Gut ausgerüstet und voller Tatendrang marschierten wir los. Bei der ersten Abzweigung hatten wir schon eine kleinere Besprechung bezüglich der Wegwahl, waren doch die angebrachten Wegweiser nicht gerade sehr klar in ihrer Aussage. Nach einem Marsch durch eine wirklich schöne, voralpine Gegend erreichten wir den Hasenreuter Wasserfall. Ein verwunschen wirkender, idyllischer Fleck. Die Mutigen in der Gruppe stiegen über gefällte Bäume, um dem Wasserlauf zu folgen und dann vielleicht wieder einen gut begehbaren Wanderweg zu finden. Die weniger Mutigen machten sich auf dem Rückweg, um dem offiziellen Weg zu folgen. Schlussendlich mussten dann auch die Mutigen umdrehen, so dass wir wieder gemeinsam unser nächstes Ziel – die Scheidegger Wasserfälle – ansteuern konnten. Was ich neben der Landschaft an dieser Wanderung auch besonders schätzte, war die Möglichkeit, mit ganz unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen. Zum Glück wars eine wirklich leichte Wanderung, so dass uns auch die Puste nicht ausging.





So langsam begann sich der Hunger zu regen, doch Andy beruhigte uns, dass am angestrebten Ziel eine Verpflegungsmöglichkeit sei. Am Scheidegger Wasserfall fanden wir dann auch einen Imbissstand, dessen kulinarisches Angebot nicht gerade überwältigend, aber nährend war. Der Wasserfall hingegen war eindrücklich und ich frage mich, wieviel Wasser der wohl bei der Schneeschmelze oder nach Starkregen führt. Nach einer ausreichenden Pause gings weiter auf dem Kneipp-Rundwanderweg. In Bieslings teilte sich die Gruppe auf. Die Jugend und Junggebliebenen folgten dem Rundwanderweg, während sich die Teilnehmenden mit lädierten Knien auf eine kürzere Route zum Dorf machten. Auch in unserer kleinen 3er Gruppe war das Wandern sehr unterhaltsam. Allerdings waren wir relativ zügig in Scheidegg, denn wir trauten uns nicht dem Wanderweg, der durch eine Herde Mutterkühe führte, zu folgen. Dafür belohnten wir uns mit einem Aufenthalt in einem kleinen Restaurant mit köstlichen Eisspezialitäten. Während wir so am Geniessen waren, hatten wir doch beinahe ein wenig Mitleid mit dem Rest der Gruppe, welcher sich auf dem grossen Marsch rund um den Ort Scheidegg befand. Wie sich später herausstellte, kürzte auch diese Gruppe den Weg ab und liess sich an geeigneter Stelle mit Kuchen verwöhnen.





Zurück im Hotel wurde geduscht oder sauniert oder dampfgebadet, damit man sich danach erfrischt an der Hotelbar treffen und aufs Nachtessen warten konnte. In einer anregenden, heiteren Atmosphäre verflog die Zeit schnell, wobei der Hunger immer grösser wurde. Das Essen war nicht überall ganz warm, aber ansonsten wirklich fein. Im Laufe des Abends stellte sich dann auch die Müdigkeit ein, so dass sich einzelne nach dem Essen zügig verabschiedeten. Dennoch frequentierten etliche Nimmermüde noch die Bar und informierten mich anderntags über die genossenen Drinks. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Schnaps in Kombination mit Schlagrahm wirklich gut ist. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden.

Nach einer ruhigen Nacht, begleitet von heimeligem Glockengebimmel, machten wir uns, mehr oder weniger ausgeruht, über ein köstliches und reichhaltiges Frühstücksbuffet her.





Das Tagesziel war im Anschluss der Skywalk – der Baumwipfelpfad. Nun kannten wir uns ja schon ein bisschen in der Gegend aus und schlugen auf Anhieb den richtigen Weg zu dieser Attraktion ein. Wir hatten allerdings nicht bedacht, dass an diesem Sonntag im Park der Feentag stattfand. Aber auch ohne entsprechendes Kostüm genossen wir den Gang durch die Baumkronen, der ganz unverhoffte Ausblicke gewährte. Mit der Zeit gewöhnte man sich auch an das Schaukeln des Pfades und konnte viele kleine Naturdetails geniessen. Die Aussicht vom höchsten Punkt Richtung Alpen oder Bodensse war imposant, obwohl es leicht diesig war. Nach einer Stunde trafen wir uns beim Teambalken, den wir allerdings nicht nutzen konnten, weil das nur unter Anleitung eines kompetenten Trainers möglich ist. Aber dennoch haben wir uns prächtig amüsiert und ganz viel kleine, aber witzige Erfahrungen und Erlebnisse ausgetauscht. Und dann war es schon an der Zeit, sich auf den Rückweg zu den Autos zu machen.



Ein letztes Mal setzten wir uns im Restaurant zusammen, liessen die Erlebnisse nochmals Revue passieren und dann war es Zeit „tschüss“ zu sagen.

Für mich und vermutlich auch für alle andern waren diese zwei Tage sehr abwechslungsreich, spannend und ausgesprochen fröhlich.

Dir Andy, ganz herzlichen Dank fürs Organisieren und Führen – „s’isch würkli lässig gsi“.

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