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Probewochenende vom 4.-5. November

Es waren wohl eher ungewohnte Töne, die am Wochenende im Beruf- und Weiterbildungszentrum in Flawil zu hören waren. Aber das war nicht verwunderlich, hatte Andy Steimer doch diese Lokalität für unser obligates Probewochenende reserviert. Herzlichen Dank von uns allen für deine Arbeit, Andy.

Pünktlich um 13.30 Uhr trafen die meisten Stadtmusikantinnen und -musikanten, nach teilweise abenteuerlichen Anfahrtswegen, im BZWU ein. Da wir hier nicht nur proben konnten, sondern auch das Übernachten möglich war, bezogen wir zuerst die zugeteilten Zimmer, die teilweise gar nicht so einfach zu finden waren. Dann galt es noch, die richtige Funktion des Schlüssels herauszufinden und nach dem auch dies geschafft war, konnten wir uns endlich in die zugewiesenen Proberäume begeben.

Wie immer wurde in Registern geprobt. Das hatte den Vorteil, dass die einzelnen Gruppenleiter sich gezielt der Fragen und Probleme des Registers annehmen konnte. Ich war beim Blech und der Percussion eigeteilt und konnte erleben, wie Guido spezifisch auf Fragen – und das waren nicht wenige – einging. Obwohl viele von uns die zu probenden Stücke unendlich oft auf den zugeschickten Links angehört haben, war vieles unklar und das Zusammenspiel machte es auch nicht gerade einfacher. Aber man muss doch sagen, je länger wir probten, umso mehr erhellten sich die schwierigen Stellen.

Ähnlich erging es wohl auch dem Saxophonregister, das sich mit Simon Roettig durch die anspruchsvollen Melodien arbeitete. Martin Scheifele übte mit dem Klarinetten- und Flötenregister in einem kleinen, separaten Raum. Beim Zusammenspiel dachte ich ab und zu, dass die Bläserinnen und Bläser in diesem Register schon beinahe verknotete Finger haben müssten bei diesen vielen anspruchsvollen Läufen.

Nach dem ersten Registerprobeblock war es doch eine Erholung, sich wieder gemeinsam mit den etwas geläufigeren Melodien zu beschäftigen. Wobei auch diese nicht zu unterschätzen sind. Schnell verflogen die 1 ½ Stunden und dann wurde wieder in den einzelnen Registern gearbeitet.

Der Koch in der Mensa war offenbar nur mässig von unserer, sich in den Abend erstreckenden, langen Probearbeit begeistert. Deshalb machte Guido pünktlich Schluss und uns zog es Richtung Verpflegung. Wenn ich mir so die Portionen anschaute, die der Koch auf den Tellern aufhäufte, merkte man, dass er an den gesunden Appetit von jungen Berufsleuten gewohnt war. Langsam erholten wir uns alle von der intensiven Probearbeit und konnten den Spaghettiplausch und die akkurat zubereiteten Salate geniessen. Aber nicht nur das Essen war gut fürs Gemüt, sondern auch die lockeren, spannenden und fröhlichen Gespräche.

Nach dem Essen erwartete uns ein gut vorbereitetes, überraschendes Unterhaltungsprogramm. Annina und Maria Krempel teilten die Anwesenden in Gruppen ein und die Mitglieder dieser Gruppen mussten bestimmte Aufgaben ausführen. Und diese Aufgaben waren gar nicht ohne. Man versuche beispielsweise eine Münze kreisen zu lassen und diese so zu stoppen, dass sie aufrecht stehen bleibt. Michael war der Einzige, der dies innerhalb einer Minute mehrmals schafft – ob er wohl geübt hat? Auch in 60 Sekunden mit Spielkarten einen möglichst hohen Turm zu bauen, hat die Ausführenden recht gefordert. Nur Marco Valentinuzzi hats bis ins 2. Stockwerk geschafft. Bei den meisten gelang nicht einmal das Fundament. Was zeigt, wie schwierig die Aufgabe in Wirklichkeit war. Ich muss gestehen, ich habe an den Spielen nicht mitgemacht, aber ich habe Eindrücke gesammelt. Gesehen und gehört habe ich viel Fröhlichkeit, amüsierte Zuschauerinnen und Zuschauer, wenn wieder etwas daneben ging, anfeuernde Rufe für die Spieler der eigenen Gruppe, hochkonzentrierte Spielerinnen und Spieler – viel Freude, Lachen und witzige Sprüche.

Liebe Annina, liebe Maria, ihr habt das toll gemacht und uns einen wirklich lustigen, unterhaltsamen Abend geschenkt. Ganz herzlichen Dank euch beiden für eure Arbeit. Im Anschluss wurden die Gespräche weitergeführt, verschiedene Getränke konsumiert, wobei auch der «Kafi-Luz» nicht fehlen durfte. Aber schliesslich war ich froh, einen kurzen Weg ins Zimmer zu haben und schlafen zu können.


Am nächsten Morgen waren Sepp und ich schon früh in der Mensa – vielleicht leiden wir an seniler Bettflucht? Auf jeden Fall entdeckten wir das vorbereitete Frühstück und fanden schlussendlich auch heraus, wie sich die Theke öffnen liess, so dass wir die vorbereiteten Platten auf die Tische stellen konnten. So nach und nach fanden sich alle ein und nach einem herzhaften Frühstück stand die nächsten Gesamtproben an. Nun hatte ich den Eindruck, dass das intensive Üben vom Vortag Früchte trug. Plötzlich passten die verschiedenen Melodien zusammen und auch die Begleitung war mehrheitlich richtig platziert. Natürlich musste Guido ab und zu eingreifen, aber so langsam konnte ich den Wohlklang der Stücke hören. Ein riesiger Vorteil war auch das Mitspielen von Guido auf seinem Saxofon. Da konnte man sich gut anlehnen.

An dieser Stelle möchte ich im Namen aller, dir Guido, für deinen grossen Einsatz und das hilfreiche Vorsingen und -spielen problematischer Stellen danken.

Wir haben, in jeder Hinsicht, viel aus diesem Wochenende mitgenommen.


Alle unsere Zuhörerinnen und Zuhörer dürfen sich auf ein wirklich schönes Konzert am 17./18. Februar 2024 freuen.
Auf Wiedersehn im Würth-Saal in Rorschach.




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