• Redaktion Stamuro

Jahreskonzert 18. und 19. Januar 2020

Aktualisiert: Jan 21


18.Januar, 18.00 Uhr: Ich sitze in der ersten Reihe der Zuschauerplätze, vor mir eine eingerichtete, aber noch personallose Bühne, über der 4 besondere Retro Scheinwerfer schweben. Das ist so der Moment, in dem mir durch den Kopf geht, dass es doch schön wäre, einmal meinen „Musikgspänli“ bei einem Konzert zuzuhören und die besonderen Lichteffekte zu geniessen. Aber dann beginnt Thury Dietrich seine Klarinette aufzuwärmen, unser Schlagzeuger, Marco Valentinuzzi, füllt den Raum mit rhythmischen Klängen und so nach und nach bevölkert sich die Bühne. Pünktlich starten wir mit der Vorprobe, in der unser Dirigent, Guido Schwalt, uns nochmals auf Fallgruben wie Generalpausen, genaue Einsätze, beachten aller Vorzeichen … aufmerksam macht. Natürlich versuchen wir alles zu verinnerlichen, damit, trotz einer gewissen Nervosität, während des Konzerts möglichst keine Fehler passieren.

Kurz vor 20 Uhr sassen wir dann alle auf der Bühne. Ich muss gestehen, es ist ein gutes Gefühl, gemeinsam mit vielen Musikantinnen und Musikanten in einen vollen Saal zu blicken, um so viele interessierte Menschen mit unserer Musik unterhalten zu dürfen. Zum Sonntagskonzert strömten derart viele Besucherinnen und Besuche herbei, dass es 20 Minuten vor Konzertbeginn bereits keine Eintrittsbändel mehr gab. Es tut uns jedes Mal leid, wenn wir interessierte Leute wieder heimschicken müssen. Aber die Zuschauerzahl ist von Haus aus begrenzt. Dennoch freuen wir uns natürlich über das grosse Interesse an unserer Arbeit, was uns alle beflügelt, unser Bestes zu geben.



Das erste Stück „Ticonderoga“ sorgte dann auch gleich für eine gesteigerte Begeisterung bei den Zuhörenden. Nach der souveränen Begrüssung des Publikums durch unsern Präsidenten führte uns Guido Schwalt zügig durch das geplante Programm. Wobei sein Winnetou-Gruss im Austausch mit dem Schlagzeuger für viel Heiterkeit sorgte. Ein besonderer Höhepunkt war sicherlich das Klarinetten-Solo „Concerto für Clarinet“ gespielt von Martin Scheifele. Das Zwiegespräch der Klarinette mit dem Schlagzeuger Marco Valentinuzzi war wirklich einmalig. Diese Einmaligkeit wurde angereichert durch eine Trompetenimprovisation von Maik Rohner. Die drei Ms – Martin, Marco und Maik haben wirklich für ein musikalisches Highlight gesorgt, so dass eine gekürzte Zugabe unausweichlich wurde.

Aber wir hatten noch weitere besondere Programmpunkte auf Lager. Zum ersten Mal durften wir Bruno Augustoni in seiner Rolle als Sänger begleiten.



Seine Gesangseinlagen weckten beim Publikum wahre Begeisterungsstürme. Doch auch in seiner Rolle als Moderator wusste er uns alle zu fesseln. Seine witzige und eloquente Art, die Melodien, ihre Inhalte und Hintergründe darzustellen endete immer in einem tosenden Applaus. Nach dem Ausflug nach New York war es dann Zeit für eine Pause. Wir Musikantinnen und Musikanten wechselten ins Tenue B, bevor wir uns die Meinung von Freunden und Bekannten anhören konnten. Wir alle haben viele positive Feedbacks zum ersten Teil erhalten. Ich möchte hier ein Zitat anfügen: „Ihr habt so schöne Melodien gespielt. Man konnte sich einfach zurücklehnen und träumen. Es war wirklich berührend und hat so viele Erinnerungen geweckt.“ Was will man mehr?




Nach der Pause trat unser Percussionsregister in Aktion und wir übrigen versuchten uns im Foyer in die eingeübten Reihen zu sortieren, so dass ein zielgerichteter Einmarsch möglich wurde. Die Melodien des 2. Teils stiessen bei den Zuhörenden ebenfalls auf grossen Zuspruch. Nach dem Sonntagskonzert, beim Einsammeln der Kollekte, erklärte mir ein Gast, der 2. Teil hätte ihm so gut gefallen, dass er seinen Beitrag gleich verdoppelte. Bei den vielen melodiösen und schönen Solis, die von einzelnen Mitgliedern oder ganzen Registern gekonnt gespielt wurden, war das ja auch kein Wunder. Der Marsch Konfetti war als letzter Programmpunkt aufgeführt. Hier führte das eingeplante Versäumnis der Cinellistin zu ziemlicher Verwirrung im Publikum. Man war sich selbst nach dem Konzert noch nicht einig, ob das nun gewollt oder ein Versäumnis gewesen sei. Sicher war das gewollt. Maria, unserer bewährten Pianistin, würde nie ein solcher Fehler unterlaufen.

Selbstverständlich hatten wir noch 2 Zugaben vorbereitet. So wurde ein Marsch uraufgeführt, den Thury Dietrich komponiert und mit „60 Jahre StaMuRo“ betitelt hat. 60 Jahre ist auch genau die Zeit, die Thury in der StaMuRo aktiv ist.



Herzliche Gratulation dir Thury für dein langjähriges Engagement und den tollen Marsch. Wir hoffen, du bis noch ganz lange unser Mitmusikant. Die 2. Zugabe war wiederum Aufgabe von Bruno Augustoni, der mit dem Stück „Old time Rock´n Roll“ die Leute buchstäblich zu einem frenetischen Applaus animierte. Da war wohl klar, dass er diese Zugabe wiederholen musste.

Und nun ist auch dieses Konzert bereits wieder Geschichte. Es hat uns allen Spass gemacht. Es war wirklich ein tolles Programm, das da von der Musikkommission und unserm Dirigenten zusammengestellt worden war. Danke euch allen.





Ein besonderer Dank gilt vor allem Guido Schwalt. Er hat sich viel Arbeit gemacht mit den aufgeführten Stücken. Verschiedene Melodien hat er selber arrangiert, einzelne Stellen den persönlichen Bedürfnissen der Bläser angepasst oder hat Verstärkung durch andere Register eingebaut, wenns nötig war. So viel Engagement und Einsatz ist nicht selbstverständlich und verdient wirklich ein grosses Dankeschön.

Aber danken möchte ich auch im Namen aller, Anita Sandmeier. Sie stellt jedes Jahr die Einsatzpläne zusammen und sorgt für einen möglichst störungsfreien Ablauf der Gesamtveranstaltung. Auch das ist keine immer einfache Aufgabe, deshalb auch dir eine herzliches Danke.

Wer immer sehr besorgt ist, dass unsere digitalen Auftritte perfekt sind, ist Andy Steimer. In der Vorprobe am Sonntag war er schon früh vor Ort, um alle technischen Details für eine professionelle Filmaufnahme bestimmter Stücke vorzubereiten. Das hat dann auch wunderbar geklappt. Auch dir Andy ein ganz herzliches Danke für dein unermüdliches Engagement.

Der Firma HDG Veranstaltungstechnik unter der Leitung von Christian Gygax gilt unser besonderer Dank. Wiederum hat Christian für unser Konzert ein spezifisches Lichtprogramm entworfen, das die Musik in ein besonderes Licht rückte -im wahrsten Sinne des Wortes. Die Verantwortung dafür, dass die von uns erzeugten Töne in guter Qualität bei den Ohren des Publikums ankommen, übernimmt seit Jahren Sämi Peter. Für dieses Engagement und die Empathie, die Sämi der StaMuRo entgegenbringt, möchten wir alle uns ganz herzlich bedanken.

Ein abschliessender Dank möchte ich an dieser Stelle an die Firma Würth richten, die uns in ihrem besonderen Saal Gastrecht gewährt und wir die Arbeit der hauseigenen Techniker beanspruchen dürfen.

Auch Ihnen, liebes Publikum möchten wir ganz herzlich danken, für Ihr Interesse, Ihre Unterstützung und Ihre Freude an unserm musikalischen Schaffen. Wir sehen uns hoffentlich spätestens am 23. oder 24.Januar 2021 wieder. Bis dahin wünschen wir Ihnen alles Gute und vielleicht ein Wiedersehn bei einem Sommerkonzert? Das würde uns freuen.



Weitere Fotos finden Sie hier.


Rückmeldung von Verena H. aus Abtwil:


Liebe Stamuro

Ganz, ganz grosses Kompliment zu eurem grossartigen Jahreskonzert von heute Nachmittag. Ich war selber viele Jahre aktives Mitglied in verschiedenen Musikvereinen und bin total begeistert von soviel Musikalität, Spielfreude und der Auswahl der Literatur. Ein rundum hochstehendes, gelungenes Konzert. Die Moderation erfrischend informativ und nie langatmig und die Gesangseinlagen ein Ohrenschmaus.

Freue mich auf weitere Auftritte von euch.

Bin total Fan von der Stamuro

Verena

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