• Redaktion Stamuro

22.06.2019 - Showkonzert Schellenberg (FL)

Rezept für ein erfolgreiches, effektvolles Showkonzert:

- 1 alles im Blick habenden Dirigenten,

- 50 motivierte Musikantinnen und Musikanten,

- allerlei Schlagzeugutensilien,

- 1 Klavier, Xylophon, Gitarre,

- diverse Kabel

- und einen Car.


Auf den Car mussten wir allerdings etwas warten, weil der Chauffeur, Herr Eichenberger, im Depot zuerst seinen Anhänger von einem fremden Auto, das ihn zuparkte, befreien mussten. Frohgemut starteten wir doch noch rechtzeitig Richtung Schellenberg und wurden auf der Autobahn von mehr oder weniger heftigen Regenschauern eingeholt. Aber Schellenberg und Regen, das hat uns nicht überrascht. Irgendwie sind diese beiden Begriffe seit dem Princely Tattoo 2014 untrennbar mit einander verknüpft. Aber am heutigen Tag waren wir zum Verbandsmusikfest in Liechtenstein unterwegs, wo unser Showkonzert in einem Festzelt stattfinden sollte. Je näher wir unserm Zielort kamen, umso trockener wurde es. In Schellenberg konnten wir sogar unsere Instrumente bei Sonnenschein ins dafür vorbereitete Depot bringen und wurden im Festzelt gleich mit einer Runde Getränke – Mineralwasser und Bier – begrüsst. Doch dann holte uns die Regenfront ein und es schüttete wie aus Kübeln. Da war es doch sehr angenehm, im trockenen Zelt zu sitzen und der Musikkapelle Feldthurns zuzuhören. Nur, unsere Instrumente aus dem Depot kamen nicht alleine ins Zelt. Unter die wenigen Schirme, die einzelne mitgenommen hatten, wurden dann möglichst viele Mitglieder gepfercht, damit wir höchstens punktuell nass wurden.





In der Zwischenzeit verwandelte sich der Boden des Festzelts in eine etwas sumpfige Angelegenheit, die im Lauf des Abends durch Mineralwasser- oder Bierreste verstärkt wurde.

Nach Feldthurns richteten wir die Bühne nach unsern Bedürfnissen ein. Kaum hatten alle ihren Platz gefunden, gab unser Dirigent Guido Schwalt auch bereits das Startzeichen fürs erste Stück und fuhr dann gleich selber mit der Moderation weiter. In der geprobten, zügigen Weise spielten wir die einzelnen Melodien, wobei piano und forte laufend an Relevanz verloren, machte das Publikum doch begeistert mit und schaffte es stellenweise, uns zu übertönen – und wir sind wahrlich keine leise Musik. Dennoch macht es natürlich Spass zu musizieren, wenn man spürt – und hört – wie die Stückauswahl beim Publikum Anklang findet. Einen Begeisterungssturm lösten definitiv Heinz Einsele und Marco Krucker mit ihrem Sousaphonsolo im Stück „Despasito“ aus. Aber vielleicht waren es auch Heinz‘ animierende Bewegungen… Nach Konzertende und dem Versorgen der Instrumente, wurden wir vom Gastgeber verpflegt. In der Zwischenzeit hatte sich das Zelt mit vorwiegend jungen Besucherinnen und Besuchern gefüllt, was zu einer etwas beengten Sitzordnung führte. Eigentlich hätte ich dem Musikverein Altenstadt, der nach uns konzertierte, noch gerne zugehört. Aber man geht offenbar nicht in ein Festzelt, um nur Musik zu hören. Da gehört wohl lautstarkes Mitsingen, gymnastische, verwegene Bewegungen, stehend auf den Festbänken, dazu. Kurzum, in meinen Ohren war das, trotz Gehörstöpseln, ein Höllenlärm. Aber richtig laut wurde es erst im Anschluss mit der Showband „7 Promille“ aus München. Es wurde gesungen, getanzt, soweit es die Festbänke zuliessen, gelacht und dem Bier wurde ebenfalls reichlich zugesprochen. Zu dritt beschlossen wir, in dem Instrumentendepot auf die Abfahrt des Cars zu warten, um Ohren und schmerzende Hirnzellen zu schonen. Franks Bemerkung, er sei nicht festzeltkompatibel, kann ich 1:1 auf mich selber übertragen. Aber viele Kolleginnen und Kollegen haben diesen ausgelassenen Trubel genossen. Andy meinte, ich solle schreiben, es sei „sauglatt“ gewesen. Für mich ist das ein Zeichen, dass in einem Musikverein ganz unterschiedliche Bedürfnisse Platz haben, was ich ausserordentlich schätze. Pünktlich gings dann auf die Heimreise, wobei die fröhliche, heitere und ausgelassene Stimmung im Car, vor allem im hinteren Teil, seinen Fortgang fand.




Falls Sie Lust haben, an einem schönen Sommerabend am See mit uns einen fröhlichen, musikalischen Abend zu verbringen, laden wir Sie ganz herzlich zu unserm Kornhauskonzert am 2. Juli ab 18.30 – 22 Uhr ein. Allerdings findet es nur bei schönem Wetter statt.

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